Differenzielles Lernen – Neurophysiologie trifft Praxis

Fortbildungsinformationen:

Wiederholungen verhindern effektives Lernen!

Spätestens seit FC Barcelonas, Pep Guardiolas und Thoma Tuchels Erfolgen mit dieser Trainingstechnik, ist differenzielles Lernen ein unverzichtbarer Baustein der modernen Trainerausbildungen. Dabei steht dieser Grundgedanke im Widerspruch zur klassischen Trainingslehre mit tausenden einschleifenden Wiederholungen.

Der Ansatz: Das Gehirn lernt am schnellsten bei neuen Reizen! Dabei werden Fehler ganz bewusst als Mittel zum Erfolg wahrgenommen.

Es geht um Individualität!

Training auf unebenen Untergrund, ständig wechselnden Zusatzaufgaben und komplett unspezifisch wirkenden Trainingsinhalten sind nur einige wenige Eindrücke die die Beobachtung dieser Methode mit sich bringt. Variabilität und ständig neue Anforderungen an das Gehirn helfen Spieler*innen dabei mehr Lösungen für die Realität, das Spiel, bereit zu haben. Denn dort gibt es auch nie zweimal dieselbe Situation!

Profiteams investieren jahrelanges Training in die Entwicklung der Technik und Taktik. Vor nun schon mehr als 10 Jahren hat der Ausbildungsansatz des FC Barcelona für viel Aufsehen gesorgt. Dieser ist stark an die Forschungsansätze und Methoden von Prof. Dr. Schöllhorn aus Mainz angelehnt. Der Deutsche hatte damals eine Gastprofessur an der Universität von Barcelona und lernte dort den ehemaligen Konditionstrainer (Paco Seirul-lo Vargas) der Katalanen kennen. Paco Seirul-Io Vargas hatte nachfolgend großen Einfluss auf Pep Guardiolas Arbeit. Der Rest ist Geschichte!

Mittlerweile findet das differenzielle Lernen auch Anwendung im Rehabilitationsbereich, der Musikausbildung, beim Schreiberwerb, im Managementbereich und sogar in der Schule beim Lehren von kognitiven Fächern. Die Vielseitigkeit der Theorie führte inzwischen zu zahlreichen Interpretationen und bildet die Basis einer Vielzahl vermarkteter Konzepte mit partieller Fokussierung. Jüngste Studien liefern Hinweise auf die zugrundeliegenden Mechanismen im zentralnervösen System und schlagen Brücken zwischen bislang nicht verknüpften Bereichen. Die theoretischen Grundlagen des differenziellen Lernens sowie deren praktische Konsequenzen für das Training im technischen, konditionellen und taktischen Bereich werden im Rahmen des Workshops erfahren und diskutiert.

In diesem Workshop bekommst du Hintergrundwissen zu den Prozessen im Gehirn beim Bewegungslernen. Du erfährst wie du die Methoden des differenziellen Lernens, beginnend beim motorischen Lernen, für das Technik- und Taktiktraining im Sport einsetzen kannst. Im praktischen Teil lernst du konkrete Trainingsübungen für die Umsetzung im Teamsport. Nachfolgend wird die Integration dieser Trainingsmittel in den mittel- bis langfristigen Entwicklungsprozess und Trainingsbetrieb besprochen.

Ein praktischer Workshop bei dem sich Verstehen und Anwenden die Waage hält!

Keine Wiederholung ist exakt gleich! Warum also versuchen EINE Bewegung zu perfektionieren?

Weitere Informationen im PDF zum Download!

Titel: Differenzielles Lernen – Neurophysiologie trifft Praxis

Referent: Prof. Dr. Wolfgang Schöllhorn (GER)

Datum: 11.07.2021

Ort: Sonnwendgasse 15, 1100 Wien

Dauer: 9:00 – 18:00

Preis: €159