Krafttrainingsmaschinen richtig beurteilen: Darauf kommt es wirklich an
31. August 2026 09:45Krafttrainingsmaschinen richtig beurteilen: Warum „gut“ oder „schlecht“ nicht ausreicht
Krafttrainingsmaschinen gibt es heute in nahezu unüberschaubarer Vielfalt. Unterschiedliche Hersteller, unterschiedliche Konstruktionen und zahlreiche Versprechen rund um „optimale Biomechanik“, angepasste Widerstandskurven oder besonders gelenkschonendes Training machen die Auswahl nicht unbedingt einfacher.
Für Coaches, Therapeut*innen und ambitionierte Trainierende entsteht dadurch ein grundlegendes Problem: Wie lässt sich objektiv beurteilen, ob eine Maschine für das gewünschte Trainingsziel tatsächlich geeignet ist?
Genau hier setzt unser neuer Onlinekurs „Maschinenguide – Biomechanik anwenden“ an, der ab Dezember verfügbar ist.
Eine Maschine ist nicht automatisch gut oder schlecht
In der Praxis werden Trainingsmaschinen häufig sehr pauschal bewertet. Eine Maschine fühlt sich gut an, wird von bekannten Athlet*innen verwendet oder steht in einem renommierten Studio – und wird deshalb als „gut“ eingestuft.
Doch biomechanisch betrachtet ist die Sache wesentlich komplexer.
Entscheidend ist nicht nur, welche Übung mit einer Maschine ausgeführt wird, sondern unter anderem auch, wie Kräfte übertragen werden, welche Gelenkpositionen entstehen, wie sich der Widerstand über die Bewegung verändert und wie die Maschine auf die individuellen Voraussetzungen der trainierenden Person eingestellt werden kann.
Deshalb existiert auch nicht die eine „perfekte“ Maschine.
Eine Konstruktion kann für eine bestimmte Zielsetzung hervorragend funktionieren und für eine andere weniger geeignet sein. Wer die Stärken und Schwächen eines Geräts versteht, kann wesentlich zielgerichteter entscheiden, wann, für wen und wie es eingesetzt werden sollte.
Maschinenkompetenz ist Trainingskompetenz
Gerade im Muskelaufbau, in der Rehabilitation und im gesundheitsorientierten Krafttraining spielen Maschinen eine wichtige Rolle.
Ihre Auswahl sollte deshalb nicht vom Hersteller, vom Design oder von aktuellen Trends abhängig sein.
Als Coach oder Therapeut*in sollte man beispielsweise beantworten können:
Warum fühlt sich dieselbe Übung auf zwei Maschinen komplett unterschiedlich an?
Wo innerhalb der Bewegung entsteht der größte Widerstand?
Passt dieser Widerstandsverlauf überhaupt zur gewünschten Zielmuskulatur?
Welche Auswirkungen hat eine veränderte Sitz-, Polster- oder Achseneinstellung?
Und lässt sich eine zunächst mittelmäßige Maschine durch eine andere Einstellung oder Anwendung deutlich verbessern?
Wer solche Fragen beantworten kann, verwendet Maschinen nicht einfach nur – sondern versteht ihre Funktionsweise.
Von der Meinung zur systematischen Analyse
Genau diese Kompetenz steht im Mittelpunkt des Maschinenguides.
Unter der Leitung von Dr. Alexander Pürzel werden unterschiedliche Krafttrainingsmaschinen systematisch untersucht und miteinander verglichen. Grundlage dafür ist ein wissenschaftlich fundierter und praxiserprobter Analyseleitfaden, der nicht nur auf die im Kurs gezeigten Geräte angewendet werden kann, sondern auf Krafttrainingsmaschinen unterschiedlichster Hersteller und Bauarten.
Das Ziel ist deshalb nicht, eine Liste mit „guten“ und „schlechten“ Maschinen auswendig zu lernen.
Viel wichtiger ist die Fähigkeit, selbstständig zu analysieren.
Nach dem Kurs sollst du biomechanische Stärken und Schwächen erkennen, Maschinen korrekt einstellen, ähnliche Konzepte miteinander vergleichen und eine Geräteauswahl fundiert mit der jeweiligen Zielsetzung begründen können. Auch bei der Ausstattung eines Studios, einer Praxis oder einer Trainingsfläche kann diese Kompetenz eine wichtige Entscheidungsgrundlage darstellen.
Unabhängig von Marken und Marketingversprechen
Ein weiterer zentraler Punkt des Kurses ist die markenneutrale Betrachtung.
Hersteller haben naturgemäß ein Interesse daran, die eigenen Konstruktionen möglichst positiv darzustellen. Gleichzeitig begegnen uns über Social Media immer häufiger Aussagen darüber, welche Maschine angeblich „optimal“, „biomechanisch perfekt“ oder einer anderen Konstruktion grundsätzlich überlegen sei.
Der Maschinenguide soll dir das Werkzeug geben, solche Aussagen selbst einzuordnen.
Nicht die Marke entscheidet über die Qualität einer Maschine – sondern ihre Konstruktion im Kontext des jeweiligen Trainingsziels.
Der Onlinekurs richtet sich an Coaches, Trainerinnen, Physiotherapeutinnen und ambitionierte Athlet*innen, die Krafttrainingsmaschinen nicht nur bedienen, sondern fundiert beurteilen möchten.
Neben den umfangreichen Analysen verschiedener Maschinenkonzepte erhältst du zusätzliche PDF-Unterlagen und lebenslangen Zugriff auf die Kursmaterialien sowie zukünftige Updates.
Denn am Ende sollte nicht die Maschine bestimmen, wie du trainierst.
Du solltest verstehen, wie die Maschine funktioniert – und entscheiden können, wie du sie für dein Ziel optimal einsetzt.
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